Im selben Sender reagierte Sophie Haestorp, Oberbürgermeisterin von Kopenhagen, und richtete ihre Worte direkt an die scheidende Monarchin: "Danke für all die Stunden, an die wir uns erinnern können. Danke dafür, dass Sie auf Kunst, Handwerk und Forscher fokussiert waren. Danke für Ihre Liebe zu Kopenhagen.“ Nächstes Jahr wird König Frederik X. diese Ansprache halten. Pernille Vermund, Vorsitzende der nationalkonservativen Partei Nye Borgerlige, äußerte sich: "Kronprinz Frederik wird ein vortrefflicher König werden, aber die Ankündigung tat weh und traf direkt ins Herz. Wir haben die beste Königin der Welt, die wieder einmal eine starke Ansprache gehalten hat. Sich von der Königin als unserer Regentin zu verabschieden, fühlt sich an, als würde man sich von einem Teil des Landes verabschieden müssen.“ Viele der rund sechs Millionen Dänen dürften während und nach der Ansprache Tränen in den Augen gehabt haben.
Auch die Historikerin Emma Paaske zeigte eine gewisse Traurigkeit im TV: "Welch ein Riesenschock. Ich musste weinen. Sie hat ja immer gesagt, dass sie Königin bleibt, bis sie ,von der Stange fällt’. Aber es zeigt, dass sie großen Respekt vor ihrer Aufgabe hatte und gemerkt hat, dass sie nicht mehr kann. Ihr Körper kann nicht mehr, und zum Glück steht die nächste Generation bereit. Alles ergibt nun einen Sinn. Ich denke hier zum Beispiel daran, dass sie den Kindern ihres Sohnes Joachim die Prinzentitel entzogen hat. Denn sie wären Grafen geworden, wenn Frederik König wird. Nun muss er diese Aufgabe nicht übernehmen.“ Noch ist Dänemark von der plötzlichen Nachricht in einer Art royaler Schockstarre. Doch bereits nach wenigen Stunden werden die Stimmen derer laut, die zufrieden auf mehr als ein halbes Jahrhundert Monarchie mit Margrethe "der Großen“ zurückblicken und sich auf die royale Zukunft freuen.