Die Zahl der isolierten Patienten erreichte mit bis zu 60 pro Tag einen Höchststand, die meisten mit einer Influenza-Infektion. Besonders ältere Menschen über 80 Jahre mit Vorerkrankungen müssen häufig stationär behandelt werden. Um weitere Ansteckungen im Krankenhaus zu vermeiden, wurde vorübergehend eine Maskenpflicht eingeführt. Auch andere Spitäler berichten von einer extrem hohen Auslastung und zusätzlichen Belastungen durch erkranktes Personal.
Einige Kliniken beobachten in den letzten Tagen eine leichte Verbesserung. "Die Fallzahlen sind aktuell niedriger als vor zwei Wochen“, so Walter Zingg, leitender Arzt für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich. Dennoch warnt er vor verfrühter Entwarnung: "Eine erneute Zunahme ist durchaus möglich.“ Um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden, empfiehlt das BAG besonders älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen die jährliche Grippeimpfung, idealerweise ab Mitte Oktober. Doch in der Schweiz ist die Impfquote niedrig: Nur rund ein Drittel der über 65-Jährigen nutzt den Schutz – deutlich weniger als in vielen anderen westeuropäischen Ländern.