Nach dem Passieren der niederländischen Wirtschaftszone übernahm die britische Royal Navy die Überwachung des Verbandes. Die britischen Schiffe HMS Iron Duke und HMS Tyne, ein Wildcat-Marine-Hubschrauber sowie der Versorgungstanker RFA Tideforce beobachteten die russischen Bewegungen im Ärmelkanal. Laut britischem Militär handelte es sich um einen Verband aus dem Mittelmeer, der Kurs auf die russischen Ostseehäfen nahm. Die britische Marine stellte klar, dass keine unmittelbare Bedrohung vorlag, jedoch betonte Kommandant David Armstrong: "Es reicht nicht aus, darauf zu hoffen, dass nicht alliierte Kriegsschiffe unsere Sicherheit nicht gefährden – wir sind vor Ort, um sicherzustellen, dass dies nicht geschieht.“
In den vergangenen Monaten gab es vermehrt Berichte über verdächtige Aktivitäten russischer Schiffe in Nato-Gewässern. Zuletzt wurden Einheiten aus der sogenannten "Schattenflotte“ des Kremls verdächtigt, Unterwasserkabel in der Ostsee sabotiert zu haben. Seitdem haben Nato-Staaten ihre Patrouillen verstärkt. Auch in Deutschland wächst die Sorge. CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter sprach sich in einem Interview erneut für eine Aufstockung der Bundeswehr und eine stärkere maritime Präsenz aus.