Noch wichtiger sei es jedoch, ein EU-weites System zu entwickeln, das die Verteidigungsausgaben und -strukturen besser koordiniert. „Das darf kein nationales Projekt bleiben, sondern muss europäisch gedacht werden“, so Malmendier.
Trump lässt keinen Zweifel daran, dass seine Zollpolitik kein Bluff ist. Bereits in den vergangenen Jahren hat er mit protektionistischen Maßnahmen weltweit für Unruhe gesorgt. Nun trifft es Deutschland besonders hart. Als exportorientierte Volkswirtschaft ist das Land stark abhängig von freiem Handel und stabilen internationalen Beziehungen. Trumps Drohungen könnten nicht nur die Exporte bremsen, sondern auch die Preise für Verbraucher und Unternehmen erhöhen. Die Wirtschaftsweise warnt daher eindringlich: "Wenn wir jetzt nicht handeln, droht weitaus Schlimmeres als nur ein Jahr wirtschaftlicher Stagnation.“ Ihre Botschaft ist klar: Die kommende Regierung unter Friedrich Merz muss schnell und konsequent reagieren, um die negativen Auswirkungen abzufedern.
Malmendiers Appell richtet sich nicht nur an die Politik, sondern auch an die Gesellschaft. Sie fordert eine breite Debatte darüber, wie Deutschland seine Wirtschaft zukunftsfähig gestalten kann. Dazu gehörten neben Investitionen in Infrastruktur und Bildung auch strukturelle Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. "Wir dürfen uns nicht länger auf unseren Lorbeeren ausruhen“, sagt sie. "Die Welt verändert sich rasant, und wir müssen mithalten.“ Die nächsten Monate werden zeigen, ob die neue Bundesregierung diesen Herausforderungen gewachsen ist. Eines steht jedoch fest: Ohne entschlossenes Handeln könnte Trumps Zollpolitik Deutschland schwer treffen – und das nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch.