Bombenexplosion im Parlament! Chaos und Tumulte - mehrere Politiker verletzt!

Seite 2 von 2

Bombenexplosion im Parlament! Chaos und Tumulte - mehrere Politiker verletzt!

News (2 / 1) 06.03.2025 18:16 von Olga Symbolbild imago


Seit Monaten erschüttern massive Proteste Serbien. Auslöser war der Einsturz eines Bahnhofsdaches in Novi Sad im November vergangenen Jahres, bei dem 15 Menschen ums Leben kamen. Demonstranten machen die grassierende Korruption im Land dafür verantwortlich, dass das Vordach nicht ordnungsgemäß gebaut worden sei. Besonders Studenten, unterstützt von Oppositionsparteien, fordern den Rücktritt der Regierung und Reformen. Als Reaktion auf die anhaltenden Proteste hatte Ministerpräsident Milos Vučević Ende Januar seinen Rücktritt angekündigt. Doch dieser muss noch vom Parlament bestätigt werden, was bislang aussteht. Zudem sollte während der Sitzung ein Gesetz zur Erhöhung der Mittel für Universitäten verabschiedet werden – eine der Hauptforderungen der seit Dezember streikenden Studenten.

Vučić unter Druck: Dialog oder Unterdrückung?

Präsident Aleksandar Vučić steht wegen der wachsenden Protestwelle unter enormem Druck. Während er öffentlich zum Dialog aufruft, macht er zugleich ausländische Mächte für die Unruhen verantwortlich. Vučićs enge Beziehungen zu Russland sowie Vorwürfe von Oppositionsparteien und Menschenrechtsgruppen belasten seine Position. Ihm und seiner SNS-Partei werden Wahlmanipulationen, Medienunterdrückung, Korruption und Verbindungen zum organisierten Verbrechen vorgeworfen. Vučić und seine Verbündeten weisen diese Anschuldigungen zurück. Die jüngsten Ereignisse im Parlament verdeutlichen die tiefe Spaltung in der serbischen Gesellschaft. Während die Opposition die Proteste als Chance für einen Systemwechsel sieht, versucht die Regierung, ihre Macht zu verteidigen. Die kommenden Wochen könnten entscheidend sein, ob Serbien einen Weg zu politischer Stabilität und Reformen findet – oder weiter in Konflikte und Polarisierung abrutscht.

Mehr aus dem Web