Empörung über Söder nach Attacken gegen die Grünen - das war unter der Gürtellinie!

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Empörung über Söder nach Attacken gegen die Grünen - das war unter der Gürtellinie!

Politik (2 / 1) 10.03.2025 09:44 von Silia Symbolbild imago


Felix Banaszak fordert Entschuldigung von Friedrich Merz

Grünen-Chef Felix Banaszak nutzte den politischen Aschermittwoch seiner Partei in Landshut, um CDU-Chef Friedrich Merz direkt anzusprechen. Er forderte eine Entschuldigung für die jahrelangen Angriffe der Union auf die Finanzpolitik der Grünen. "Ich finde, da wäre mal eine Entschuldigung fällig. Es wäre jetzt angezeigt, mal ganz, ganz kleine Brötchen zu backen“, sagte Banaszak. In einer ironischen Imitation eines zurückhaltenden Merz fügte er hinzu: "Guten Tag, mein Name ist Friedrich Merz. Ich habe über Jahre die Unwahrheit gesagt. Das tut mir leid. Ich wusste es besser. Aber ich wollte meinen Wahlsieg nicht gefährden und habe mich bewusst entschieden, Sie alle zu täuschen. Ich entschuldige mich.“

Söder zwischen Basis und Berlin

Während in Berlin hinter den Kulissen laut table.media ein "anständiger Austausch“ zwischen den Spitzen der Grünen, Friedrich Merz, Lars Klingbeil und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt stattfindet, muss Söder zu Hause in Passau die eigene Parteibasis überzeugen. Die CSU hat ihre Mitglieder jahrelang gegen die Grünen aufgewiegelt – nun muss Söder erklären, warum er plötzlich die eigenen finanzpolitischen Grundsätze über Bord wirft.

Aschermittwoch-Rhetorik trifft auf politische Realität

Raue Töne sind am Aschermittwoch zwar Tradition, doch dieses Mal drohen sie ernsthafte Konsequenzen zu haben. Die Grünen haben bislang offen gelassen, wie sie bei der Abstimmung über die Schuldenbremse votieren werden. Sollten sie sich gegen die Reform entscheiden, könnte das Vorhaben scheitern – und die ohnehin fragile Kooperation zwischen Union und SPD weiter belasten. Die Frage bleibt: Kann Söder seinen Kurs korrigieren und die Wogen glätten, oder wird sein "Macker-Gehabe“ die Zusammenarbeit weiter vergiften? Eins steht fest: Ohne die Grünen wird es keine Mehrheit für die geplanten Reformen geben – und damit steht und fällt die Zukunft der Regierung mit ihrer Bereitschaft zum Kompromiss.

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