Jetzt spricht Merkel: Das will Putin wirklich!

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Jetzt spricht Merkel: Das will Putin wirklich!

News (2 / 1) 18.03.2025 21:50 von Frank Symbolbild imago


Die Altkanzlerin sprach sich dafür aus, die Interessen Russlands ernsthaft zu analysieren und in diplomatische Überlegungen einzubeziehen. Sie lehnte dabei eine pauschale Kritik an der Bezeichnung "Putin-Versteher" ab: "Zu verstehen, was Putin macht, sich in ihn hineinzuversetzen, ist nicht falsch", erklärte Merkel. Dies sei eine grundlegende Aufgabe der Diplomatie und etwas anderes, als Putin zu unterstützen. Sie betonte: "Es gibt keinerlei Entschuldigung dafür, dass er ein anderes Land überfällt. Aber den Diskurs über die Interessen Russlands muss man zulassen." Der Vorwurf "Putin-Versteher" sei ein Totschlagargument, das konstruktive Debatten behindere, so Merkel.

Putins Motivation: Anerkennung durch die USA

In Merkels Wahrnehmung dreht sich Putins Denken maßgeblich um die Frage der Anerkennung – insbesondere durch die Vereinigten Staaten. Diese Perspektive stamme noch aus der Zeit des Kalten Krieges. Für Putin seien die relevanten globalen Akteure nicht Deutschland oder die Europäische Union, sondern die USA. "Für Putin sind die USA die entscheidenden Größen", sagte Merkel. Mit ihrer klaren Positionierung unterstreicht Angela Merkel die Bedeutung eines koordinierten Vorgehens zwischen der Ukraine und ihren internationalen Partnern. Zugleich mahnt sie zu einem differenzierten Blick auf die geopolitischen Realitäten – ohne die russische Aggression zu rechtfertigen. Ihr Appell zeigt: Diplomatie bleibt unerlässlich, selbst in Zeiten tiefster Spannungen.

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